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ČELO – Freilichtmuseum
Österreichisch-ungarische Artilleriestellungen

Zugang: Vom Dorf Kal - Koritnica aus, das 3 km von Bovec entfernt, in Richtung des Trentatals liegt. Wir können auf dem Parkplatz, der direkt an der Hauptstraße liegt, parken. Von hier geht es zu Fuß weiter. Zu Beginn folgen wir dem Wanderweg, der auf den Svinjak führt. Nach etwa 25 Min. zweigt der Weg, der in Richtung Čelo führt, nach links ab, und erreicht nach einigen weiteren Metern die befestigten Artilleriestellungen. Der Zugang zu den Stellungen ist mittelschwer.

Meereshöhe: Kal Koritnica 460 m
  Čelo 650 m

Besichtigungsdauer: 2 Stunden

Geschichtliche Beschreibung: Die österreichisch-ungarische Befestigung liegt am Hang des Svinjak, der sich in 1653 m Meereshöhe über dem Bovecbecken erhebt. Die Einheimischen nennen die Stelle an der sich die Befestigung befindet Čelo. Während des Krieges nannte die österreichisch-ungarische Armee die Befestigung in Stützpunkt Kal um. Diese stellte einen Teil der Bovecsperre (Sperre Flitsch) dar, die als Verteidigung gegen die italienischen Angreifer diente. Die Österreicher begannen im November 1914 mit dem Bau der Befestigung und beendeten sie kurz vor dem Krieg, im Frühjahr 1915, als sie noch eine 12 cm Kanone, die M.80 einbauten. Der Transport dieser Kanonen war sehr schwierig gewesen, da jede über 6 t schwer war. Die Befestigung spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Tals im Bovecbecken. Man konnte von dort aus die Straße, die in Richtung Kluže und des Trentatals führt, beschießen. Durch den andauernden Beschuss der italienischen Artillerie wurde die Befestigung an mehreren Stellen beschädigt. Die Besatzung war gezwungen gewesen, diese Stellung zu verlassen und sich etwas tiefer liegend, unter dem rechten unteren Teil der Befestigung, erneut zu befestigen. Dort bauten sie eine große Kaverne für beide Kanonen. Die Kanonen sind in die Kriegsgeschichte des Bovecbeckens unter dem Namen Batterie-Kal eingegangen. Vor dem österreichisch-ungarisch-deutschen Durchbruch im Bovecbecken, der 12. Isonzoschlacht, wurde in den Nachtstunden des 24. Oktober ein schrecklicher Kanonenangriff vorbereitet. Bei diesem Angriff wirkten auch die Kanonen mit, die bei den Stellungen Čelo standen. Nebst der Artillerie wirkte auch ein Bataillon deutscher Ingenieure mit Granatwerfern mit, aus denen Minen abgeschossen wurden, die mit giftigem Gas gefüllt waren. Die meisten Gasgranaten und Minen wurden in Richtung der italienischen Stellungen, die sich in einem kleinen Tal, das Naklo genannt wird, gerichtet, welches sich an der Straße befindet, die von Bovec in Richtung Čezsoča führt. An dieser Stelle verstarben zwischen 500 und 600 italienische Soldaten durch Ersticken durch Gas, fast das gesamte III. Bataillon des 87. Infanterieregiments der Brigade Friuli. Die österreichisch-ungarische Infanterie hatte freien Weg für den weiteren Vorstoß in Richtung Žaga und Stol.

Heutiger Zustand: Am Hang des Svinjak befindet sich ein Freilichtmuseum. Die österreichisch-ungarische Stellung auf dem Čelo liegt an einem Hang mit außerordentlichem Ausblick auf das Bovecbecken, den Rombon und die anderen umliegenden Berge. Bis heute blieb sie sehr gut erhalten. Hier wurden keine größeren Erneuerungsarbeiten vorgenommen, das Gebiet wurde nur gesäubert und wieder hergerichtet. Der Hauptteil der Stellung ist ein 200 m langer Schützengraben mit gemauerten Wänden, die zwei Kanonenstellungen mit der Küche, dem Beobachtungsposten, zwei Wohnräumen für 40 Männer und einer Deckung für 20 Soldaten verbindet. Der Schützengraben hatte insgesamt 150 Schießscharten, für Soldaten mit Gewehren.

Die Erneuerung und die Erhaltung der österreichisch-ungarischen Stellungen auf Čelo werden vom Verein Dreizehn-Dreizehn (13-13) aus Bovec zusammen mit der Stiftung »Wege des Friedens im Sočatal« ausgeführt.

 
 
   
             
   
     
 
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